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COM Express Type 7

COM Express Typ 7 – kommende Evolutionsstufe für Server-Module

 

Mit der Revision 3.0 wird für den erfolgreichsten Computer-on-Module Standard ein neuer Pinout Typ eingeführt, der das Einsatzgebiet von COM Express in Richtung Server-Applikationen ausweitet.

COM Express ist ein Computer-on-Module Standard des PICMG Konsortiums (www.picmg.org). Die erste Version dieser Spezifikation wurde 2005 veröffentlicht und in 2010 sowie 2012 aktualisiert. Die kommende Revision 3.0 definiert vier unterschiedliche Modulgrößen und drei Pinouts.

Das neue Typ 7 Pinout ist allerdings kein Ersatz für das bewährte Typ 6 Pinout. Es ersetzt alle Audio- und Video-Schnittstellen durch vier 10G Ethernet Ports und insgesamt 32 PCI Express Lanes, um verbesserte Mikro-Server und andere Server-Applikationen zu unterstützen, die zwar nur eine geringe Leistungsaufnahme erlauben, aber dennoch hohe Rechenleistung und Kommunikationsdurchsatz erfordern.

COM Express Größen

COM Express Pinouts

Die PICMG Spezifikation definiert verschiedene Pinout Typen, um applikationsspezifische Anforderungen zu erfüllen. Die Pinout Typen 1, 3, 4 und 5 gelten als veraltet und werden für neue Designs nicht mehr genutzt. Produkte mit älteren Pinout Typen sind allerdings noch verfügbar und entsprechen der Revision 2.1 der COM Express Spezifikation. 

TypReihenPCIeSATALAN 1G / 10GUSB 2.0 / 3.0Display
10AB421 / -8 / 2LVDS/eDP, DDI
6AB/CD2441 / -8 / 4VGA, LVDS, PEG, 3x DDI
7AB/CD3221 / 44 / 4

Existierende Formfaktor/Pinout Kombinationen

 

Mini 84x55mm²Compact 95x125mm²Basic 95x125mm@Extended 110x155mm²
Typ 10         ++
Typ 6              ++            ++
Typ 7            ++           possible

Die Mini Modulgröße wurde mit der Revision 2.1 eingeführt und ist nur mit dem Single-Konnektor Pinout Typ 10 implementiert. Das aktuell am weitesten verbreitete Pinout ist Typ 6, das Legacy Pinout Typ 2 Module ersetzt hat. 

 

 

Die „Extended“ Modulgröße mit 110x155 mm² erreichte in der Vergangenheit keine signifikante Marktrelevanz. Mit dem neuen, serverorientierten Pinout Typ 7, das in der COM Express Spezifikation Rev. 3.0 definiert ist, kann es allerdings relevant werden, da Server-Applikationen deutlich mehr DRAM-Speicherkapazität und stets auch extrem leistungsfähige CPU-Performance benötigen. Dafür unterstützt COM Express eine maximale Leistungsaufnahme von 137 Watt. Die größere Modulfläche bietet zudem mehr Fläche für mehr Speicher und erlaubt eine bessere Wärmeübertragung für eine höhere Leistungsaufnahme. Vergleicht man das neue Pinout Typ 7 mit dem Pinout Typ 6, so ist offensichtlich, dass es dieses nicht ersetzen wird. Die Pinout Typ 7 Definition ist eindeutig für headless Serverapplikationen mit vergleichsweise geringer Leistungsaufnahme, hoher Rechendichte und großem I/O-Durchsatz gemacht. 

 

Gegenüber Typ 6 verzichtet die neue Typ 7 Definition auf sämtliche Audio- und Videoschnittstellen sowie die oberen vier USB 2.0 Ports, das ExpressCard Interface und die oberen zwei SATA Ports. Dadurch werden auf dem AB Konnektor 60 Pins und auf dem CD Konnektor 42 Pins frei. Diese 102 Pins plus einige vorher reservierte Pins werden nun genutzt, um zusätzliche PCI Express Lanes und vier 10 GB Ethernet KR Lanes inklusive einem kompletten Satz an NC-SI Sideband Signalen auszuführen.

Typ 7 COM Express Module bieten maximale Features

  • 4x 10GBaseKR Ethernet mit NC-SI
  • 1x 1GB Ethernet
  • 32x PCI Express 3.0 Lanes
  • 2x SATA
  • 8x GPIO geteilt mit SDIO
  • 2x Serial geteilt mit CAN
  • LPC bus geteilt eSPI
  • SPI and I²C bus

 

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